Spielwaren

Die Spielzeugbranche ist geprägt durch wenige multinationale Branchenführer. Während es in Europa, Japan und den USA hochentwickelte Forschungs- und Entwicklungsprogramme gibt, wurden die einfachen Produktionsprozesse aufgrund der niedrigen Lohnkosten hauptsächlich an Zulieferer in China ausgelagert. Die dortige Zuliefererindustrie zeichnet sich durch eine grosse Anzahl ausschliesslich lokal produzierender Betriebe aus. Weiterhin charakteristisch sind saisonale Auftragsschwankungen, zeitlich begrenzte Beschäftigungsverhältnisse mit einer hohen Fluktuation von angelernten ArbeiterInnen und ein hoher Anteil manueller Verarbeitung von Kunststoffen mit Lacken und Klebern.

Auswirkungen auf Mensch und Umwelt

  • Verstösse gegen ILO-Kernarbeitsnormen, wie Organisationsfreiheit und Kollektivverhandlungen und gesetzliche Mindestlöhne und Vorsorge
  • lange Arbeitszeiten, unbezahlte, erzwungene Überstunden
  • Verstösse gegen Sicherheitsnormen und unzureichender Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • erhebliche Risiken für Sicherheit und Gesundheit von Arbeitenden und der benachbarten Bevölkerung
  • Abwasser- und Luftverschmutzung durch fahrlässigen Umgang mit Farben, Kunststoffen sowie Klebe- und Lösungsmitteln
  • Positive Beschäftigungseffekte in China
  • Erhaltung und Verbreitung unsicherer Beschäftigungsverhältnisse (WanderarbeiterInnen ohne Arbeitsverträge und gesundheitliche Versorgung)
  • Gesundheitsgefährdung durch mangelnde Qualitätskontrollen auf gefährliche Substanzen in den Spielwaren

Öffentliche Diskussion

Durch den hohen Konsum von Spielwaren durch Schutzbefohlene sind die Berichterstattung der Medien und das Engagement von Verbraucherinitiativen und Menschen- und Arbeitsrechtsorganisationen sehr stark ausgeprägt.

KinderarbeitKorruption
Arbeitszeit & ÜberzeitArbeitssicherheit
ProduktsicherheitMassenunterkünfte
Qualitäts- und Sicherheitsmängelgesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe
StreiksTransparenz

Beispiele für Verbesserungsanstrengungen