Umwelt

Luft- und Wasserverschmutzung, Abfall und die Landnutzung beeinflussen das globale Ökosystem und die Gesundheit von Menschen. Weltweit werden mehr Ressourcen verbraucht als sie natürlich reproduziert werden können. Der steigende Verbrauch an Materialien, Energie und Bodenflächen, vor allem an nichterneuerbaren Ressourcen, führt neben den Umweltauswirkungen zudem zur Verknappung und somit zur Teuerung von Ressourcen und zu Verteilungskonflikten, die die nachhaltige Entwicklung von Gesellschaften gefährden können. Nicht zuletzt stellen diese Entwicklungen ebenso Risiken für die Beschaffung von Waren und Produkten dar.

Problematisch ist zudem, dass die Umweltauswirkungen nicht unbedingt dort auftreten, wo sie verursacht worden sind, sondern grenzübergreifende Reichweite haben. So ist der Energie- und Materialverbrauch der Schweiz etwa dreimal so gross wie deren Biokapazität. Dass heisst, dass Produktion und Konsum von Gütern und Dienstleistungen zunehmend mit dem Import von Biokapazität mittels Einfuhr von Rohstoffen und Waren aus anderen Ländern und durch den Export von Abfallstoffen gedeckt werden. Die Auswirkungen der Schweizer Wirtschaft auf die Materialflüsse im Ausland sind also bedeutend und führen zu einer Verlagerung der Umweltbelastungen auf ausländische Wirtschaftspartner. Beschaffungsorganisationen können durch Beschaffung ökologisch effizient hergestellter Produkte Verantwortung übernehmen. Zertifikate von Umweltstandards, Labels und Ökobilanzen weisen Einkäufer auf umweltverträglich hergestellte Produkte hin. Der World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) hat beispielsweise zusammen mit UNEP und SETAC eine Initiative für nachhaltige Lieferketten ins Leben gerufen, die die Verbreitung der Anwendung des Lebenszyklus Managements unterstützt.

Nähere Informationen zu Initiativen und Standards sind über die Datenbank-Suche und Akteure erhältlich.

 

Quelle Foto: Photopress